Württemberger Steillagen-Wein
prägt die Kulturlandschaft
Der Steillagenweinbau am Neckar und seinen Nebenflüssen ist ein Markenzeichen für Wein-Kultur in Württemberg. Weingärtnerinnen und Weingärtner pflegen die gewachsenen Landschaften und erzeugen in Handarbeit hochwertige Weine. Der Erhalt der Steillagen ist Verpflichtung für die gesamte Gesellschaft.

Württemberger Weinstraße

Unterwegs auf der Württemberger Weinstraße

Vom Taubertal bis zur Schwäbischen Alb reicht Deutschlands viertgrößtes Weinbaugebiet: das Weinland Württemberg. Seine landschaftliche Vielfalt bringt eine einmalige Vielfalt an Weinsorten hervor: Bei den Roten den frischen Trollinger­ und den samtigen Schwarzriesling, kraftvolle Lemberger und füllige Spätburgunder, bei den Weißen geben Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder und Traminer den Ton an. Darüber hinaus behaupten sich neue Züchtungen aus Württemberg wie Kerner, Dornfelder, Acolon und Cabernet-Kreuzungen. Die Trauben reifen auf hervorragenden, von der Sonne begünstigten Lagen heran: süß und würzig, voller Frucht und Aroma.

Die Württemberger Weinstraße von Markelsheim bis Metzingen (oder umgekehrt), die auf 511 Kilometern durch Hohenlohe mit Jagst- und Kochertal, ins Weinsberger Tal und Neckartal mit dem Weinzentrum Heilbronn, über den Heuchelberg ins Zabergäu und zum Stromberg, ins Schozach-, Bottwar-, Murr- und Remstal, durch die Landeshauptstadt Stuttgart bis ins Obere Neckartal und auf die Schwäbische Alb führt, ist das rot-weiße Band für vielfältige Erlebnisse in einer Landschaft mit viel Freizeitwert, in der wir nicht ohne Grund auch eine Lage mit dem viel sagenden Namen „Paradies“ finden.

Weinland ist allemal Kulturland. Hier haben sich Dichter und Denker versammelt und bei einem guten Glas Württemberger Geistesgeschichte geschrieben. Hier kann man Burgen und Schlösser, Kunst­schätze und Sehenswürdigkeiten, Städte voller Kir­chen, Türmen und stattlichen Bürgerhäuser, aber auch freundliche Dörfer, wie Eduard Mörike sie besungen hat, kennen lernen.

Auf dem Wein-(Rad-)Wanderweg, auf Weinlehrpfaden, in Weinbaumuseen, auf Weinfesten, bei Weinproben, in der herausragenden Gastronomie erlebt und genießt man die Vielfalt der Weinlandschaft und der Erzeuger. Moderne Genossenschaften arbeiten ebenso erfolgreich wie traditionsreiche Weingüter in den verschiedenen Gruppierungen: Prädikatsgüter gehören ebenso dazu wie Öko-Wengerter, Mitglieder des Barrique-Forums ebenso wie Kellereien.

Überall stehen Wirtshäuser mit einladenden Schildern. Freilichtspielen sorgen für gute Unterhaltung, Erlebnisparks für Familienvergnügen und der größte See Nordwürttemberg, der Breitenauer See, für sommerliche Badefreuden.

„Seliges Land! Kein Hügel in dir wächst ohne den Weinstock.“ Diese Verse von Friedrich Hölderlin gelten für jedes Tal und für jede Hügelkette im Bereich der Württemberger Weinstraße. Mühelos kann ein Mensch mit Sinn für Kultur, Landschaft und Wein einige Wochen von einem Ende der Württemberger Weinstraße zum anderen auf „Tour de Wein“ unterwegs sein.

Er kann sich ihre Teilstücke aber auch nach und nach vornehmen. Jede hat ihren eigenen Reiz.

Streckenverlauf der „Württemberger Weinstraße“

Schloß Weikersheim (km 000) - Markelsheim - Igersheim - Bad Mergentheim - Stuppach - Dörzbach (km 27) - Ingelfingen - Criesbach - Niedernhall - Forchtenberg - Friedrichsruhe - Öhringen - Pfedelbach - Bretzfeld-Adolzfurt (km 80) - Eschenau - Affaltrach - Löwenstein-Reisach - Löwenstein - Willsbach - Ellhofen - Weinsberg - Eberstadt - Gellmersbach - Erlenbach-Binswangen - Neckarsulm (km 126) - Heilbronn (km 132) - Flein - Ilsfeld - Lauffen (km 147) - Hausen - Brackenheim-Dürrenzimmern - Nordheim - Leingarten - Schwaigern - Neipperg - Brackenheim (km 189) - Güglingen - Zaberfeld - Sternenfels (km 198) - Oberderdingen - Knittlingen - Diefenbach - Maulbronn (km 223) - Mühlacker-Eckenweiher -Vaihingen-Rosswag (km 242) - Ensingen - Horrheim - Gündelbach - Hohenhaslach - Cleebronn/Tripsdrill (km 275) - Bönnigheim - Kirchheim - Besigheim - Hessigheim - Mundelsheim - Ilsfeld (km 298 - Auenstein - Helfenberg - Beilstein (km 315) - Oberstenfeld - Großbottwar - Steinheim - Murr - Marbach - Neckarweihingen - Ludwigsburg (km 348) - Waiblingen - Winnenden (km 383) - Korb - Winterbach - Endersbach - Strümpfelbach - Kernen-Stetten - Fellbach (km 431) - Bad Cannstatt - Stuttgart - Untertürkheim (km 450) - Rotenberg - Uhlbach - Obertürkheim - Esslingen (km 464) - Plochingen - Nürtingen - Beuren - Metzingen (km 511)

Neu für Genießer: Württemberger Weinpfännle

Kreation von sieben Gastronomen aus den Weinregionen Zabergäu und Stromberg

Das Württemberger Weinpfännle soll den Touristen auf der Württemberger Weinstraße schmecken. Acht Gastronomen aus den Weinregionen Zabergäu und Stromberg haben es kreiert: Schweinerückensteak mit Lemberger-Butter, Putenbrust-Filet mit Rahmchampignon im Rieslingsößle. Als Beilagen-Variation werden geschmelzte Maultaschen, Speckknödel und Spätzle serviert. Angerichtet wird die schwäbische Köstlichkeit in einer schweren gusseisernen Pfanne – oder Pfännle wie der Schwabe sagt. Dazu gibt es knackig frische Salate der Saison.

Horst Ahner, Landgasthof Grüner Baum (Erligheim)
Matthias Dargel, Ratsstüble (Bönnigheim)
Heike Einkörn, Gasthof-Metzgerei Zum Ochsen (Cleebronn)
Roland Fischer, Gasthaus Zur Altweibermühle (Tripsdrill)
Werner Fitterling, Ölmühle (Oberderdingen), Schwanen (Ochsenbach)
Manfred Gemrig, Landgasthof Stromberg (Ochsenbach)
Bettina und Thomas Grün, Landgasthof Waldhorn (Cleebronn)
Karl-Eugen Schüttler, Landgasthof Lamm (Freudental)