Juliane Nägele ist neue
Württemberger Weinkönigin
Weinbau-Präsident Hermann Hohl, umrahmt von den neuen Hoheiten: Die Württemberger Weinkönigin 2009/2010 heißt Juliane Nägele (22, im Bild links) und kommt aus Hessigheim (Landkreis Ludwigsburg). Als Weinprinzessin wird ihr Sandra Weber (21) aus Nordheim (Landkreis Heilbronn) zur Seite stehen.

Weinbauverband Württemberg

Weinbauverbandsdirektor Karl Heinz Hirsch

Karl Heinz Hirsch ist seit 15. Oktober 1975 Geschäftsführer und Direktor des Weinbauverbandes Württemberg. Hirsch wurde am 1947 in Erlangen (Mittelfranken) geboren. Nach der allgemeinen Schulzeit machte er eine Lehre an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Veitshöchheim, die er mit dem Gehilfenbrief für den Beruf Winzer abschloss. Ein sechssemestriges Studium als Ingenieur für Weinbau und Kellerwirtschaft an der Fachhochschule in Geisenheim / Rheingau schloss sich an.

Von 1971-1975 folgte ein Studium an der Universität Hohenheim in Stuttgart mit Vertiefung der Kenntnisse in den Fächern Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Marktlehre und Agrarpolitik. Das Studium schloss er mit dem Titel Diplom-Agrar-Ökonom ab.

Seine Kenntnisse im internationalen Weinrecht kommen sowohl dem Stand als auch weltweit tätigen Organisationen der Weinwirtschaft zugute. So bringt er seinen Sachverstand unter anderem als Delegierter des Landes Baden-Württemberg in die Vollversammlung der Europäischen Weinbauregionen ein. Im Berufsbildungsausschuss der Deutschen Agrarverbände legt er als Vertreter des Deutschen Weinbaus sein Augenmerk auf eine zeitgemäße Aus- und Fortbildung der Winzerjugend.

Ende der 80er Jahre kämpfte er mit engagierten Mitstreitern erfolgreich für den Studiengang Weinbetriebswirtschaft an der Fachhochschule Heilbronn; heute ist der dort selbst Lehrbeauftragter. Im Beirat des Deutschen Weinbaumuseums in Oppenheim sorgt er für den Erhalt und die Präsentation der Weinbaugeschichte. Fachartikel in der Wein-Presse profitieren von seinen klaren Worten zu weinbaurechtlichen Themen.

Hirsch hat unter den Präsidenten Gotthilf Link und (seit 1992) Hermann Hohl wesentlich an der Entwicklung des Weinbauverbandes mitgewirkt. Der breite Aufgabenkatalog reicht vom Dienstleister für die 16.800 Mitglieder bis zum Manager von vielen Veranstaltungen, die im 1980 in Betrieb genommenen und inzwischen erweiterten neuen Verbandshaus an der Hirschbergstraße organisiert werden.

Auch privat pflegt der Radwanderer und Genießer eines guten trockenen Trollingers das Hobby Wein. Geradezu leidenschaftlich kann Hirsch gegen den Trend zu höherem Alkoholvolumen argumentieren und sich damit als Absatzförderer profilieren. Aus dem eigenen Weinberg in Untergruppenbach liefert er bei der Weingärtnergenossenschaft Flein-Talheim ab. Schließlich wählte er eine Württemberger und Deutsche Weinkönigin zur Ehefrau.