Juliane Nägele ist neue
Württemberger Weinkönigin
Weinbau-Präsident Hermann Hohl, umrahmt von den neuen Hoheiten: Die Württemberger Weinkönigin 2009/2010 heißt Juliane Nägele (22, im Bild links) und kommt aus Hessigheim (Landkreis Ludwigsburg). Als Weinprinzessin wird ihr Sandra Weber (21) aus Nordheim (Landkreis Heilbronn) zur Seite stehen.

Rebe & Wein verändert sich in 60 Jahren - die Themen bleiben
„Über dem Niveau eines nüchternen Fachblattes“

„Rebe & Wein“ ist eine landwirtschaftliche und berufsständische Fachzeitschrift Sie dient der Information über fachliche, wirtschaftliche und agrar-, markt- und verbandspolitische Themen. Sie ist parteipolitisch neutral und respektiert die rechtsstaatliche Ordnung gemäß dem Grundgesetz.

Der Verlag Eugen Ulmer, 1868 als Fachverlag für Landwirtschaft und Gartenbau gegründet und 1874 von Ravensburg nach Stuttgart umgesiedelt, deckt heute weit reichend das Thema Natur ab. Das Verlagsprogramm beinhaltet schwerpunktmäßig die Bereiche Landwirtschaft einschließlich der Weinwirtschaft. So erscheinen Bücher für die Weinbaupraxis seit vielen Jahren bei Ulmer, seit 2003 auch das Deutsche Weinbau-Jahrbuch. Verleger Roland Ulmer: „Rebe & Wein ist die fachliche Ergänzung unseres Zeitschriften-Programms.“

Blättert man in den ersten Ausgaben von Rebe & Wein, könnte der Eindruck entstehen, dass sich in den letzten 60 Jahren in der Weinwirtschaft wenig bewegt hat. Das täuscht. Allerdings sind es immer wieder die gleichen Themen, die Herausgeber, Redaktion und Leser über die Jahrzehnte hinweg beschäftigen: Die Folgen der Europäischen Gemeinschaft für den Weinbau, Sortenprofile, Qualitätsstreben, Marketing, die Entwicklung des Weinmarktes im In- und Ausland. Diese Stichworte sind ein deutlicher Hinweis auf den ständigen Zwang zur Beschäftigung mit diesen Themen.

Die Anfänge Schon nach der Gründung der Gesellschaft für die Verbesserung des Weines am 23. Januar 1825 in Stuttgart gab es in Württemberg eine Jahresbroschüre. Als 1828 die Tochter Württembergischer Weinbauverein, der sich mit praktischem Weinbau befasste, dazu kam, erschienen von 1830 bis 1863 Mitteilungen des Weinbauvereines. Danach erfolgten die Verbands-Veröffentlichungen im „Korrespondenzblatt“ des Württembergischen Landwirtschaftlichen Vereins und dessen Nachfolger, dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt.

Ab Januar 1902 erschien im „Selbstverlag“ die Monatszeitschrift Der Weinbau – Mitteilungen des Württembergischen Weinbauvereins über Weinbau und Weinbehandlung. Im Juni 1935 musste Der Weinbau auf Anordnung des damaligen „Reichsnährstandes“ unter gleichzeitiger Aufhebung des Württenbergischen. Weinbauvereins und unter Kassierung des Vereinsvermögens sein Erscheinen einstellen.

Am 24. November 1947 wird der Weinbauverein auf Initiative des damaligen „Staatlichen Landessachverständigen für Weinbau“ Oskar Raab als Weinbauverein Württemberg-Baden e.V. wieder erweckt und später in Weinbauverband umbenannt. Raab ist ehrenamtlicher Geschäftsführer. Er gründet das monatliche Verbandsorgan Rebe und Wein. Es erscheint erstmals im Oktober 1948 im „Selbstverlag“. Mitarbeiter sind aus Heilbronn Dr. Paula Riede (mit dem heute noch aktuellen Thema „Weinbau und Klima“ in der Erstausgabe), aus Weinsberg Dr. Otto Linsenmaier („Neue Rebenkrankheiten“), Schriftleiter Oskar Raab („Qualität macht krisenfest“), Ernst Klenk („50 Jahre LVWO“) und August Herold sowie aus Baden Eugen Meinke (Wiesloch).

Die erste Ausgabe berichtet auf zwölf Seiten auch über die Gründungsversammlung des Verbandes, den Jahrgang 1947 und 80 Jahre Württembergische Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Dazu gibt es Bekanntmachungen des Landwirtschaftsministeriums und ein Gedicht von Fritz Springer. Hermann Schneider, Vorstand von 1947 bis 1955, schreibt zum Start: „Überall freudig erwartet … wird unser Blatt …sich … über das Niveau eines kalt nüchternen Fachblattes erheben.“

Die zweite Ausgabe mit dem Erscheinungsdatum „November/Dezember“ enthält bei 16 Seiten schon eine Anzeigenseite. Verblüffend: die ersten zehn Seiten der ersten Ausgabe mit den Grußworten werden wiederholt. Gleichzeitig entschuldigt sich die Redaktion dafür, dass „wegen heftigem Mangel an DM“ die monatliche Lieferung nicht möglich gewesen sei. Zunächst bestimmt der Wiederaufbau den Inhalt. Über viele Keltereinweihungen wird berichtet.

Ende 1956 gibt der Weinbauverband „aus organisatorischen Erwägungen“ das Monatsblatt an den „Selbstverlag W. Röck Weinsberg“ (später Jahrbuch-Verlag) ab. 1957 gibt der Verlag (in dessen Druckerei das Organ bisher hergestellt wurde) die Monatsschrift für Weinbau und Weinbehandlung in Baden-Württemberg - Organ des Weinbauverbandes Württemberg-Baden e.V. und der Weingärtner-Genossenschaften auf eigenes Risiko heraus.
Mit Franken 1960 wird Rebe und Wein durch eine fränkische Ausgabe mit Mitteilungen der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau Würzburg-Veitshöchheim ergänzt. Im Innern werden zwischen einer und vier Regionalseiten ausgetauscht. Das Thema Europa bleibt aktuell. So im Oktober 1964 mit der Schlagzeile: „Härter werden in Brüssel“.

Nach dem Tod von Carl Nast ist ab 1. September 1965 Karl Hornickel für die Schriftleitung verantwortlich. Als er 1972 altersbedingt aus dem Jahrbuch-Verlag Weinsberg ausscheidet, hat er aus der Weinbaufachzeitschrift ein Informations- und Beratungsorgan und ein viel zitiertes Fachblatt geschaffen, das weit über Württemberg und Franken hinaus Anklang findet.
1967 weist Hornickel anlässlich einer Preiserhöhung (wegen der neuen Gebühren der „mankobeladenen Bundespost“) auf 2,10 DM für drei Hefte auf die Erweiterung des Umfangs hin: „Wir bringen jetzt in jeder Ausgabe mindesten fünf Hauptartikel.“

Dazu gibt es Kolumnen wie Aus deutschen Weinbaugebieten, Weinbau im Ausland, Werbung für den Wein, Industrieberichte, Buchbesprechungen, Zeitschriftenwesen, Aktuelles vom Wein, „Onkel Franz schreibt“, Aus der Arbeit in Weinbau und Keller.

Unverändert aktuell bleibt Europa: Im Dezember 1968 macht sich Werner Tyrell, der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, in Rebe und Wein Gedanken zur Frage: „Brauchen wir eine EWG-Weinmarktordnung?“
Hornickel eröffnet 1967 mit einer „Fragespalte“ ein Forum, das intensiv genutzt wird. 1969 geht eine Diskussion über das provokante Thema „Kriminalität in der Weinwirtschaft“ über mehrere Ausgaben. In dieser Rubrik findet sich im Dezember 1970 die Anregung, die Ausgaben Württemberg und Franken zusammen zu fassen, um interessante Themen überall zu verbreiten. Ab Januar 1971 werden alle Leser gleichermaßen umfassend über beide Gebiete informiert. Serien wie Weinorte, Frauen in der Weinwirtschaft, Wildpflanzen in unserem Weinberg erscheinen. Nach Hornickel übernimmt 1972 Michael Schopf die Redaktion.

1973 ändert sich das Erscheinungsbild. Aus Rebe und Wein wird Rebe & Wein. Unverändert bleibt die jährliche Durchnummerierung der Seiten zeitweise bis 500. Erst 2001 wird diese Zählweise durch heft-orientierte Seitenzahlen abgelöst.

Im Juli 1974 wird von einer „hervorragenden Idee“ des Bezirks Stromberg und Enztal berichtet: „Nachdem bereits vor zwei Jahren ein Tag der offenen Kellertür in Maulbronn großen Zuspruch fand, hatte man in diesem Jahr einen Tag der offenen Weinberge organisiert.“ Auch hier lernen wir: Nicht jede Idee von heute ist neu. Am besten waren und sind Ideen, die auch nachhaltig umgesetzt werden.

1977 werden mit einer „Belebung des Erscheinungsbildes“ im Wechsel zwischen Württemberg und Franken regelmäßige Leitartikel der Geschäftsführer der Verbände eingeführt. Im gleichen Jahr wird Rebe & Wein offiziell als Mitteilungsblatt des Fränkischen Weinbauverbandes und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Obstbau“ in Würzburg-Veitshöchheim bestätigt.

1980 übernimmt Carola Buchsteiner bis zum Ende der Herausgeberschaft des Jahrbuch-Verlages die Redaktion. In den 80er Jahren tauchen verstärkt farbige Titelanzeigen auf, was auch Farbe im Innern ermöglicht. „Das schlägt dem Fass den Boden aus.“ Der Titel des Leitartikels von Karl Heinz Hirsch lässt schon ahnen, um was es in der September-Ausgabe 1984 und im restlichen Jahrzehnt geht: um Brüssel und Europa. Eine zukunftsweisende Serie geht im Juni 1986 nach 45 Folgen und damit fast vierjähriger Laufzeit zu Ende: der Lehrbetriebe-Report aus der Feder von Friedlinde Gurr-Hirsch.
Wein und Tourismus Die „Weinbaupolitik vor dem gemeinsamen Binnenmarkt“ findet sich in den 90er Jahren ebenso wieder wie umweltschonender Weinbau oder Perspektiven zur Qualitätsverbesserung. Nach dem „Profil des Frankenweines in der Zukunft“ wird gefragt und festgestellt: „Das Weinsiegel garantiert die fränkische Qualität.“

Die Schlagzeile im August 1993 verdeutlicht mal wieder die Beständigkeit im Wandel: „Weinmarktreform mit Zuckerbrot und Peitsche“. Im November 1997 kommen die „EU-Vorschläge auf den Prüfstand der Wengerter“.
Von der Notwendigkeit, für den Frankenwein „mehr in Werbung“ zu investieren, und über die Export-Frage „Japan – ein einfacher Markt für deutsche Weine?“ wird geschrieben. Auch der Aspekt „Wein und Tourismus“ nimmt immer mehr Platz ein. Dazu passt auch die 1994 begonnene Serie „Marketing“. Sehr höflich werden landespolitische Forderungen und Reaktionen unter so Nichts sagenden Titeln wie „Präsident Hohl schrieb an Minister Weiser“ oder „Minister Weiser antwortet Präsident Hohl“ abgehandelt.

Farbe Was sich zu Sonderausgaben zur Intervitis und regelmäßig zu Beginn der neunziger Jahre auf der Titelseite angedeutet hat, wird ab 2002 zur Regel auch im Innern: Die Farbe hält Einzug in Rebe & Wein. Unverändert bleibt die „Starke Kritik am EU-Weinhaushalt“. Im gleichen Jahr wird wieder mal festgestellt: „Wein wichtiger Image-Faktor für Regions-Tourismus“.
Württembergs Präsident Hohl fordert 2003 angesichts der zunehmenden Bedeutung der Discounter als Partner ein „Bündnis für den Württemberger Wein“ sowie eine konsequente Marktorientierung und ergreift im gleichen Jahr Export-Initiativen mit Workshop und Messebesuch in London. 2008 ist vom Vollzug in Form des neu strukturierten Weininstitutes Württemberg und des neuen Weinexportkontors Baden-Württemberg zu lesen. Manche Ideen müssen reifen.

Neues Gesicht 2004 deutet sich an, dass sich Hans Joachim Röck 63-jährig mit der Dezember-Ausgabe des 57. Jahrgangs in den Ruhestand zurückziehen wird. Unter seiner Leitung wurde im Jahrbuch-Verlag Rebe & Wein über 20 Jahre redigiert, gedruckt und vertrieben. Die beiden Weinbauverbände sehen in der Übernahme der Zeitschrift ab 2005 durch den in vierter Generation geführten Stuttgarter Fachverlag Eugen Ulmer und unter der redaktionellen Verantwortung von Walter Eberenz eine Garantie für eine professionelle Weiterführung der Fachpublikation.

Rebe & Wein bekommt ein neues „Gesicht“, wirkt freundlicher. Aber auch inhaltlich werden neue Schwerpunkte gesetzt. Der Blick über die Grenzen von Württemberg und Franken erweitert den weinbaulichen Horizont mit der informativen Serie „Weinbau in anderen Ländern“. Ein Thema bleibt auch im 60. Jahr aktuell: Die EU-Weinmarktreform setzt 2008 einen Schwerpunkt in Berichterstattung und Kommentierung.

Die Themen von damals und heute zeigen: Rebe & Wein ist ein lebendiges Blatt nicht nur für den Stand in Württemberg und Franken. Im zeitgemäßen Medienverbund ist die Monatszeitschrift unter www.rebeundwein.de im Internet eine besonders aktuelle Informations-Quelle für Abonnenten.

Gerhard Schwinghammer

Dr. Reinhold Maier, Ministerpräsident der Länder Württemberg-Baden, 1948 in der ersten Ausgabe von „Rebe und Wein“
Die Weingärtner und Winzer von Württemberg und Baden werden es gewiss freudig begrüßen, dass sie nun wieder ihre Fachzeitung haben … „Rebe und Wein" gehen nicht nur diejenigen an, deren Lebensarbeit damit verbunden ist, sondern im Grunde uns alle. Wenn es einen Zweig menschlicher Tätigkeit gibt, mit dem sich auch der Staat eng verbinden fühlen kann und der jede Förderung und Unterstützung verdient, so ist es die Arbeit, die die Voraussetzung dafür schafft, dass uns die „wundervolle Bacchusgabe" immer wieder dargeboten werden kann.

Hermann Schneider 1948 in der ersten Ausgabe von „Rebe und Wein“
Und nun, flattere hinaus, du „Rebe und Wein"! Mögen die in deinen Spalten Wort gewordenen Gedanken wie die Sonnenstrahlen „die Tiefen und höchsten Höhen suchen", mögen sie sich festsetzen und überall befruchtend wirken zum Segen unseres Weinbaus und zur Freude und Erholung des vernünftigen Zechers.

1956
… berichtet Rebe und Wein über den 85. Geburtstag des Stuttgarter Verlegers Dr. Richard Ulmer am 4. Mai 1956: Der Inhaber des bekannten landwirtschaftlichen Fachverlags Eugen Ulmer in Stuttgart hat den vom Vater übernommenen Verlag zu einem weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus als Fachverlag für das landbauwissenschaftliche Schrifttum, für landwirtschaftliche Lehrbücher und naturwissenschaftliche Werke weiter entwickelt.

1959
Leidenschaftliche Debatten über die Verbandsarbeit: Im Januar meldet sich die Weinbau-Arbeitsgemeinschaft Unterland „in eigener Sache“:
Die Sorge um unsere Zukunft hat uns veranlasst, die Arbeitsweise und -möglichkeiten unserer berufständischen Vertretung, des Weinbauverbandes Württemberg-Baden e.V., zu durchdenken und kritisch zu beleuchten. Es wurde festgestellt, dass die seitherige Arbeitsweise nicht ausreicht, um die Aufgaben zu lösen, die sich dem heimischen Weinbau in nächster Zukunft fast zwangsläufig stellen. Empfohlen wird ein Zwei-Ebenen-Prinzip: „Arbeit am Menschen“ (u.a. Mitgliederinformation und -betreuung in Bezirksversammlungen) und „Arbeit an der Sache“ (durch „tüchtige“ Praktiker als Sachbearbeiter) Als Beispiel ist genannt: „Marktbeobachtung und Werbung“. Demnach soll es Aufgabe der Mitglieder sein, in regelmäßigen Abständen das gesamte Weinangebot hinsichtlich Art und Preisniveau in ihren Heimatgemeinden bzw. -städten, wie es sich in vielen Schaufenstern präsentiert, festzustellen, und soweit möglich in Gesprächen mit Einzelhandelsgeschäften und den Bedienungen in Gaststätten das eine oder andere über den Absatz, die Ansichten und Wünsche der Konsumenten zu erfahren suchen.

Präsident Otto Haag im Januar 1968
…können wir feststellen, dass von den Sonderkulturen im süddeutschen Raum sich der Weinbau besonders krisenfest gezeigt hat. Dies ist kein Zufall. Es ist die Frucht einer weitschauenden Weinbaupolitik, die Anbau, Verarbeitung, Lagerhaltung und Vermarktung als Einheit betrachtet und aufeinander abgestimmt hat. Wir können den Männern, die den Grund für diese Entwicklung gelegt haben, nicht dankbar genug sein; wir wollen das Jahr 1968 dazu benutzen, in ihrem sinne weiterzuwirken. Wir hoffen, dass dieses Bemühen durch die wein- und weinwirtschaftsgesetzlichen Maßnahmen in Bund und Ländern und im EWG-Raum unterstützt und gefördert wird.

1969 Juli
Zum Retter der Deutschen Sprache schwang sich die Redaktion von Rebe und Wein im Juli 1969 auf. Dem Bericht über die DLG-Bundesweinprämiierung 1969 war eine Betrachtung angehängt:
Weshalb eigentlich ist im Preisträgerverzeichnis, auf der Probenkarte und in allen Schriftsätzen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft immer von Präm“i“erung, präm“i“erten Wedinen und präm“i“eren die Rede? Wir wollen an dieser Stelle über die Schreibweise „Prämiierung“ (mit ii) keine philologischen Auseinandersetzungen austragen, aber wenn schon man etymologisch vom Grundwort prämiieren ausgehe, dann heißt das Hauptwort eben Prämiierung und nicht Prämierung (auch wenn es anscheinend die DLG in einem Alleingang so haben will). Viele Wörter werden heute modernisiert – aber dies ist eine Sprachschluderung. Und wenn der Duden neuerdings an zweiter Stelle „prämieren“ aufzählt, so als Neuerung und Möglichkeit, nicht aber als verbindliche oder gültige Richtlinie!
Bei uns im Weinbau – so dünkt uns – ist mit dem besten Willen nicht einzusehen, weshalb eigentlich bei dem Wort Prämiierung nicht einheitlich die ursprüngliche Schreibweise mit „ii“ beibehalten werden soll; eine Prüfung von Rundschreiben, Presseinformationen und Aufsätzen hat ergeben, dass in keiner Verlautbarung (außer in denen der DLG) dieses Wort mit „i“ geschrieben wurde. … Hier müsste also nicht bloß der Schreibweise, sondern der Sache, der Einheitlichkeit und der Werbung wegen eben diese Schreibweise zwischen allen Beteiligten – Weinbauverbänden und Weinhandel, Fachzeitschriften und Fachpressediensten, Raiffeisen und DLG – abgesprochen werden.

Karl Heinz Hirsch im Januar 1997
Der Weintourismus muss von der Weinwirtschaft als zusätzliches Förderinstrument verstärkt aufgegriffen werden. Damit die bisherigen Strukturschwächen bewältigt werden können, ist eine touristische Gesamtdienstleistung der Weinregion notwendig. Eine Bündelung der Kräfte, … ist angesagt.

 

Bilder

Titelseiten
mit verschiedener Bedeutung

Inhalt
z.B. Karl Hornickel

Verlag
Vorne von links: Württembergs Weinbaupräsident Hermann Hohl, Verleger Matthias Ulmer, Frankens Weinbaupräsident Andreas Oestemer;
hinten von links: Verlagsleiter Fachzeitschriften Gerd Friedrich, der bisherige Verleger Hans Röck, Karl Heinz Hirsch (Direktor Weinbauverband Württemberg), Hermann Schmitt (Geschäftsführer Fränkischer Weinbauverband), Verleger Roland Ulmer.