Juliane Nägele ist neue
Württemberger Weinkönigin
Weinbau-Präsident Hermann Hohl, umrahmt von den neuen Hoheiten: Die Württemberger Weinkönigin 2009/2010 heißt Juliane Nägele (22, im Bild links) und kommt aus Hessigheim (Landkreis Ludwigsburg). Als Weinprinzessin wird ihr Sandra Weber (21) aus Nordheim (Landkreis Heilbronn) zur Seite stehen.

News

9.12.2009

Sehr guter 2009er - Württemberger Wein wird nicht knapp
Etiketten sollen Landschaften noch stärker herausstellen
Präsident Hohl: Den Kooperationen müssen Fusionen folgen

Klein in der Menge, aber sehr groß in der Qualität“ ist der Weinjahrgang 2009 im Weinland Württemberg. Weinbauverbandspräsident Hermann Hohl zog beim Jahresschluss-Pressegespräch Bilanz: 100 Millionen Liter Württemberger stehen dem Verbraucher zur Verfügung. Auch wenn die Menge etwa 15 Prozent unter dem Vorjahr 2008 liegt: Württemberger Wein wird nicht knapp.

„Der Württemberger Weinfreund muss auf sein Viertele nicht verzichten“, beruhigt Hohl. Er kündigte Preissteigerungen insbesondere beim Weißwein zwischen fünf und zehn Prozent an. Die Kosten seien beispielsweise für Pflanzenschutz und Glas um bis zu 30 Prozent gestiegen. „Hoffnungsvoll“ zieht Hohl im Blick auf die letzten Wochen eine vorläufige Jahresbilanz: „Der Umsatz wird im Bereich des letzten Jahres liegen.“

Vor dem Hintergrund des Kostendruckes appellierte Hohl zu Kooperationen im Erzeugerbereich und Fusionen im Vermarktungsbereich. Dabei seien keine Vermarktungsgruppe und keine Region in Württemberg ausgeschlossen. „Wir müssen der jungen Generation nach uns eine Chance geben und jetzt entscheidende Schritte unternehmen.“ In vielen Fällen reichten Kooperationen nicht mehr aus.

Auf das neue Bezeichnungsrecht ist der Weinbauverband Württemberg vorbereitet. Vorschläge für einen Neckar-Landwein, Schwäbischen Landwein oder Rhein-Neckar-Landwein liegen auf dem Tisch. Mit letzterem sollen auch baden-württembergische Kooperationen ermöglicht werden. Bei den geschützten Ursprungsbezeichnungen setzt das Weinland Württemberg vor allem auf geografische Angaben, die sich auch mit dem Wein-Tourismus in Einklang bringen lassen. Sie werden jetzt mit den Betrieben diskutiert. Hohl ist sich sicher: „Langfristig müssen wir den Wust der Bezeichnungen im Interesse der Verbraucher einschränken.“


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